WordPress
Elementor oder eigenes Theme: die Rechnung über fünf Jahre
Page Builder sind am Anfang günstiger und im Unterhalt teurer. Wo genau der Punkt liegt, an dem es kippt.
Diese Diskussion wird meist über Ästhetik geführt und gehört über Wirtschaftlichkeit geführt. Beide Wege liefern gute Websites. Sie kosten nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten Geld.
Jahr eins
Der Builder gewinnt deutlich. Eine ordentliche Elementor-Seite kostet vielleicht die Hälfte eines eigenen Themes, und die Kundin kann ab dem ersten Tag Abschnitte selbst umstellen. Für ein Unternehmen, das nächsten Monat eine anständige Website braucht, ist das ein echter Vorteil.
Jahr zwei und drei
Der Abstand schrumpft. Die Builder-Seite sammelt seitenweise Einzelformatierungen an — hier ein Außenabstand, dort eine Schriftgröße — schlicht weil es möglich ist. Nach zwei Jahren ist nichts mehr wirklich konsistent, und jede neue Seite hat eine leicht andere Form. Auch Performance-Arbeit wird schwerer: Ein großer Teil von CSS und JavaScript gehört dem Builder und lässt sich nicht entfernen.
Jahr vier und fünf
Das eigene Theme liegt meist vorn. Weniger bewegliche Teile, keine Builder-Lizenz, keine Migration auf eine neue Hauptversion — und ein Redesign ist eine Änderung an einer Handvoll Design-Tokens. Die Builder-Seite steht dagegen oft vor einem Neubau, weil der schnellste Weg zu einem frischen Design ein Neuanfang ist.
Ehrlich entscheiden
- Builder, wenn das Marketing wöchentlich neue Landingpages veröffentlicht, das Budget jetzt knapp ist oder die Seite auf zwei Jahre angelegt ist.
- Eigenes Theme, wenn das Design konsistent bleiben muss, Geschwindigkeit ein geschäftliches Thema ist oder die Seite fünf Jahre und länger halten soll.
Der Mittelweg, den viele übersehen
Ein eigenes Theme mit sauber konfigurierten Gutenberg-Blöcken. Die Redaktion bekommt genau die Layoutfreiheit, die sie tatsächlich nutzt — deutlich weniger, als ein Builder anbietet — innerhalb eines Systems, das konsistent bleibt. Etwas teurer als ein Builder-Bau und erheblich günstiger, als fünf Jahre gegen einen anzukämpfen. Und es steckt lizenzkostenfrei in WordPress selbst.
Die Frage, die es entscheidet
Wer pflegt diese Seite, und was muss diese Person ändern können? Lautet die Antwort „Texte und Bilder, gelegentlich", ist ein Builder teuer erkaufte Freiheit.
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