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Warum Immobilienmakler ohne eigene Website Aufträge verlieren

Portale bringen Käufer. Verkäufer kommen über Ihre eigene Seite — wenn sie dafür gebaut ist. Was eine Maklerwebsite können muss, und was sie kostet.

Die meisten Maklerinnen und Makler haben ein Portalprofil und eine Website, die aussieht wie eine digitale Visitenkarte. Das Portal bringt Käufer. Käufer sind aber nicht das Problem — Objekte sind das Problem. Und Verkäufer suchen anders.

Wer sein Haus verkaufen will, sucht selten nach einem Maklernamen. Er sucht nach dem, was er wissen will: was seine Immobilie wert ist, wie der Ablauf aussieht, was der Makler kostet. Wer diese Fragen auf der eigenen Seite beantwortet, wird gefunden. Wer nur ein Profilfoto und drei Referenzen zeigt, nicht.

Was Verkäufer tatsächlich in Google eingeben

Nicht «Immobilienmakler», sondern Kombinationen aus Ort und Absicht:

  • «Haus verkaufen [Stadt]» — die wertvollste Anfrage überhaupt.
  • «Immobilie bewerten lassen [Stadt]» — jemand, der noch nicht entschieden ist.
  • «Was kostet ein Makler beim Hausverkauf» — Preisrecherche vor dem Erstkontakt.
  • «Wohnung verkaufen ohne Makler» — hier gewinnen Sie, wenn Sie ehrlich erklären, wann sich ein Makler nicht lohnt.

Für jede dieser Fragen braucht es eine eigene Seite. Eine einzige Startseite kann nicht für zehn verschiedene Suchanfragen ranken.

Die Immobilienbewertung ist der stärkste Einstieg

Im deutschen Markt konvertiert nichts so gut wie die kostenlose Wertermittlung. Der Grund ist banal: Der Besucher bekommt etwas Konkretes zurück. Ein Kontaktformular verlangt Daten und verspricht ein Gespräch. Eine Bewertung verlangt Daten und liefert eine Zahl.

Wichtig ist, was danach passiert. Ein Rechner, der eine Spanne ausgibt und dann nie wieder von sich hören lässt, verbrennt den Lead. Die Bewertung ist der Anfang eines Gesprächs, nicht das Ende einer Interaktion.

Was auf eine Maklerwebsite gehört

  • Eine Seite pro Ort, in dem Sie tätig sind. Nicht eine Seite mit einer Liste von zwölf Städten — eine Seite je Stadt, mit echtem Inhalt über diesen Markt.
  • Der Ablauf, ehrlich beschrieben. Vom Erstgespräch bis zum Notartermin. Verkäufer haben Angst vor dem Prozess, nicht vor Ihrer Provision.
  • Ihre Provision, benannt. Wer sie versteckt, wird angerufen von Leuten, die nur danach fragen.
  • Echte Referenzen mit Objekttyp und Ort. «Reihenhaus in Bad Segeberg, verkauft in elf Wochen» ist überzeugender als fünf Sterne ohne Kontext.
  • Ein Gesicht. Immobilienverkauf ist ein Vertrauensgeschäft. Ein Stockfoto von einem Schlüssel in einer Hand ist kein Gesicht.

Der Fehler, den fast alle machen

Die Website zeigt Objekte. Das ist verständlich und fast immer falsch. Objekte sind für Käufer da, und Käufer finden Sie ohnehin über die Portale. Die eigene Website ist das einzige Werkzeug, das Ihnen Verkäufer bringt — und Verkäufer interessieren sich nicht für die Objekte anderer Leute.

Wenn Ihre Startseite mit einer Objektliste beginnt, spricht sie mit der Zielgruppe, die Sie am wenigsten brauchen.

Sichtbarkeit vor Ort

46 Prozent aller Google-Suchen haben einen lokalen Bezug, und 88 Prozent der mobilen lokalen Suchen führen innerhalb von 24 Stunden zu einem Anruf oder Besuch. Für Makler heißt das: Das Google-Unternehmensprofil ist kein Nebenschauplatz. Vollständige Kategorie, aktuelle Öffnungszeiten, echte Fotos, und Bewertungen, die beantwortet werden.

Profil und Website arbeiten zusammen. Das Profil bringt Sie in die Karte, die Website beantwortet die Frage, die danach kommt.

Was das kostet

Ein Baukasten liegt zwischen null und rund 190 Euro im Jahr. Eine Agentur rechnet in Deutschland meist mit 80 bis 100 Euro pro Stunde. Eine Maklerwebsite mit Ortsseiten, Bewertungsstrecke und sauberer technischer Basis liegt realistisch im vierstelligen Bereich — bei uns beginnt Web Design bei 750 Euro, ein vollständiges digitales System deutlich darüber.

Die ehrliche Rechnung ist nicht der Preis der Website, sondern der Wert eines einzigen zusätzlichen Verkaufsauftrags. Wer davon zwei im Jahr gewinnt, hat die Frage beantwortet.

Rechtliches, das Makler regelmäßig übersehen

Impressum nach § 5 DDG mit ladungsfähiger Anschrift — ein Postfach genügt nicht. Datenschutzerklärung nach Art. 13 DSGVO, die den Bewertungsrechner tatsächlich beschreibt. Cookie-Banner, das Skripte vor der Einwilligung blockiert. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro nach § 25 DDG, und Abmahnungen kommen in der Praxis häufiger von Wettbewerbern als von Behörden.

In Kürze

Portale bringen Käufer, Ihre Website bringt Verkäufer. Bauen Sie sie für die Menschen, die noch überlegen, ob sie überhaupt verkaufen — mit einer Bewertung als Einstieg, einer Seite je Ort und einem Ablauf, der die Angst vor dem Prozess nimmt.

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