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Website für Physiotherapie: Termine, Selbstzahler und Wartelisten
Volle Terminbücher sind kein Grund gegen eine Website — sie sind der Grund, warum die Seite die Terminvergabe übernehmen sollte.
Die meisten Physiotherapiepraxen haben kein Nachfrageproblem, sondern ein Organisationsproblem. Das Telefon ist besetzt, Rezepte müssen eingelöst werden, und Selbstzahlerleistungen — die eigentlich die Marge tragen — kennt kaum jemand.
Eine Praxisseite kann beides: die Terminvergabe entlasten und die Leistungen zeigen, für die keine Verordnung nötig ist.
Was Suchende tatsächlich eingeben
- «Physiotherapie [Stadt] Termin» — meistens mit Rezept in der Hand.
- «Krankengymnastik [Stadtteil]» — Nähe entscheidet, weil es oft mehrere Termine werden.
- «Manuelle Therapie [Stadt]» oder «Lymphdrainage [Stadt]» — konkrete Verordnung, konkrete Suche.
- «Physiotherapie ohne Rezept» — Selbstzahler, die niemand abholt.
Die letzte Gruppe ist die wirtschaftlich interessanteste und wird von fast keiner Praxisseite bedient.
Was auf die Seite gehört
- Nehmen Sie neue Patienten auf, ja oder nein. Und wie lang die Wartezeit ungefähr ist. Diese eine Zeile spart täglich Anrufe.
- Je eine Seite pro Verordnungsart. Krankengymnastik, manuelle Therapie, Lymphdrainage — mit einer verständlichen Erklärung.
- Selbstzahlerleistungen mit Preis. Massage, Faszientherapie, Personal Training — hier dürfen und sollten Sie konkret werden.
- Rezeptabläufe. Was mitbringen, wie schnell einlösen, was bei Verzögerung passiert.
- Anfahrt, Parken, Barrierefreiheit. Ein Teil Ihrer Patienten kommt mit Gehhilfe.
- Das Team mit Schwerpunkten. Patienten wünschen sich häufig eine bestimmte Person.
Heilmittelwerbegesetz: sachlich bleiben
Beschreiben Sie Verfahren und Ablauf. Versprechen Sie keine Heilung und keinen bestimmten Erfolg. Vorher-Nachher-Darstellungen sind in Teilen des Gesundheitsbereichs unzulässig; im Zweifel verzichten Sie darauf.
Erfahrungsberichte sind heikel, wenn sie sich auf einen Behandlungserfolg beziehen. Eine sachliche Beschreibung des Ablaufs ist rechtlich sicherer und wirkt bei Patienten ohnehin glaubwürdiger.
Gesundheitsdaten im Formular
Fragen Sie im Online-Formular nicht nach Diagnosen. Name, Rückrufnummer, Verordnung ja oder nein — das genügt für die Terminvergabe. Alles Weitere gehört ins Gespräch, nicht in ein Webformular.
Wo Gesundheitsdaten doch verarbeitet werden, greift Art. 9 DSGVO mit erhöhten Anforderungen. Der einfachste Weg zur Rechtssicherheit ist, so wenig wie möglich zu erheben.
Was das kostet
Bei Stundensätzen von 80 bis 100 Euro liegt eine Praxisseite mit Leistungsseiten und Terminfunktion im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich. Bei uns beginnt Web Design bei 750 Euro.
Der Ertrag steckt weniger in neuen Rezeptpatienten als in den Selbstzahlern, die vorher nicht wussten, dass es das bei Ihnen gibt.
In Kürze
Sagen Sie, ob Sie aufnehmen. Zeigen Sie Selbstzahlerleistungen mit Preis. Halten Sie das Formular schlank. Das entlastet den Empfang und hebt die Marge.
Arbeiten Sie an etwas Ähnlichem?
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