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Website und Digitalisierung: worauf bei Förderung zu achten ist
Programme wechseln ständig. Was dauerhaft gilt — und der Fehler, der jede Förderung zunichtemacht.
Förderprogramme für Digitalisierung ändern sich, laufen aus und werden neu aufgelegt. Deshalb hier keine Programmliste, die in sechs Monaten falsch ist, sondern die Regeln, die durchgängig gelten.
Der Fehler, der alles kostet
Vor der Bewilligung beauftragen. Bei nahezu jedem Zuschussprogramm gilt: Wer den Auftrag erteilt, bevor der Bescheid vorliegt, verliert den Anspruch — vollständig, ohne Ermessen. Kein Vertrag, keine Anzahlung, keine mündliche Zusage vor dem Bescheid. Das ist der mit Abstand häufigste Grund für abgelehnte Anträge.
Wo Sie tatsächlich suchen sollten
- Ihre Landesförderbank. Jedes Bundesland hat eine, und die Landesprogramme sind für kleine Betriebe oft zugänglicher als die Bundesprogramme.
- Die IHK oder Handwerkskammer vor Ort. Die Beratung ist meist kostenfrei und kennt die aktuell laufenden Programme.
- Die Förderdatenbank des Bundes. Vollständig, unübersichtlich, aber die zuverlässigste Quelle.
- Beratungsförderung. Oft leichter zu bekommen als Investitionsförderung — und eine geförderte Beratung kann die anschließende Umsetzung strukturieren.
Was gefördert wird und was nicht
Gefördert werden in der Regel Investitionen und externe Leistungen mit nachweisbarem Ergebnis: eine neue Website, ein Shop, ein System, eine Beratung. Nicht gefördert werden meist laufende Kosten — Hosting, Wartung, Abos — und selten reine Gestaltungsleistungen ohne funktionalen Anteil.
Was Ihr Angebot enthalten muss
Fördergeber verlangen ein detailliertes Angebot mit Einzelposten, nicht eine Pauschalsumme. Bitten Sie Ihr Studio um genau die Aufschlüsselung, die der Antrag verlangt — das ist wenig Aufwand, wenn es vorher gesagt wird, und mühsam nachträglich.
Rechnen Sie die Nebenkosten mit
Ein Zuschuss von 50 Prozent bedeutet nicht halbe Kosten. Antragsaufwand, Nachweispflichten, Verwendungsnachweis und oft eine Zweckbindungsfrist gehören dazu. Bei kleinen Summen kann der Aufwand die Förderung auffressen; ab etwa 5.000 Euro Projektvolumen lohnt es sich in der Regel.
Der praktische Ablauf
Erst beraten lassen, dann Angebote einholen, dann Antrag stellen, dann auf den Bescheid warten, dann beauftragen. Diese Reihenfolge ist unbequem und sie ist der ganze Trick.
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