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Google-Unternehmensprofil: Der wirksamste Hebel für lokale Betriebe
46 Prozent aller Google-Suchen sind lokal. Für viele Betriebe ist das Profil wichtiger als die Startseite — und es kostet nichts.
Für lokale Betriebe ist das Google-Unternehmensprofil oft wirksamer als die eigene Website — und es kostet nichts außer Sorgfalt.
Die Zahlen erklären warum: 46 Prozent aller Google-Suchen haben einen lokalen Bezug, und 88 Prozent der mobilen lokalen Suchen führen innerhalb von 24 Stunden zu einem Anruf oder einem Besuch. Wer in der Karte auftaucht, wird angerufen. Wer nicht auftaucht, existiert für diese Suchenden nicht.
Die Kategorie ist der stärkste einzelne Hebel
Die Hauptkategorie entscheidet, für welche Suchen Sie überhaupt in Frage kommen. Präzise schlägt allgemein, immer:
- «Elektroinstallateur» statt «Handwerker».
- «Kfz-Werkstatt» statt «Autoservice».
- «Steuerberater» statt «Unternehmensberatung».
Zusatzkategorien können Sie mehrere wählen — aber die Hauptkategorie ist die, die zählt. Wer sie zu breit wählt, konkurriert mit allen und gewinnt gegen niemanden.
Was tatsächlich gepflegt werden muss
- Öffnungszeiten, inklusive Feiertage und Betriebsurlaub. Falsche Zeiten sind der häufigste Grund für schlechte Bewertungen, die nichts mit Ihrer Arbeit zu tun haben.
- Echte Fotos. Außenansicht, damit man Sie findet. Innenansicht, damit man weiß, was einen erwartet. Team, damit es Gesichter gibt.
- Telefonnummer und Website-Link, beide aktuell.
- Leistungen und Produkte, ausgefüllt. Die meisten Profile lassen das leer.
- Fragen und Antworten. Sie dürfen selbst häufige Fragen einstellen und beantworten — kaum jemand nutzt das.
Bewertungen: antworten Sie, besonders auf die schlechten
Eine ruhige, sachliche Antwort auf eine schlechte Bewertung überzeugt neue Kunden mehr als zehn Fünf-Sterne-Einträge. Sie zeigt, wie Sie mit Problemen umgehen — und genau das will jemand wissen, bevor er sein Auto, sein Haus oder seine Gesundheit in Ihre Hände gibt.
Regeln: nie den Behandlungs- oder Auftragsinhalt öffentlich bestätigen, nie streiten, immer einen Weg ins direkte Gespräch anbieten.
Profil und Website arbeiten zusammen
Das Profil bringt Sie in die Karte. Die Website beantwortet die Frage, die danach kommt. Beide sollten dieselben Angaben tragen: identischer Name, identische Adresse, identische Telefonnummer — bis auf die Schreibweise. Abweichungen schwächen das lokale Ranking.
Auf der Website gehören Standortdaten sichtbar in Titel, Meta-Description und Seitentext, nicht nur ins Impressum.
Was messbar passiert
Ein Handwerksbetrieb aus Nordrhein-Westfalen verdoppelte laut Fallbericht innerhalb von drei Monaten die Anrufe und Routenanfragen über das Profil, während die Klicks auf die Website um über 40 Prozent zunahmen. Solche Zahlen sind kein Versprechen — aber sie zeigen die Größenordnung, um die es geht.
Die häufigsten Fehler
- Profil nie beansprucht — Google hat es automatisch angelegt, niemand pflegt es.
- Alte Adresse nach einem Umzug, die noch immer in der Karte steht.
- Kategorie zu allgemein.
- Keine Fotos oder nur Stockfotos.
- Bewertungen unbeantwortet, jahrelang.
In Kürze
Beanspruchen Sie das Profil, wählen Sie die präziseste Kategorie, laden Sie echte Fotos hoch, halten Sie die Zeiten aktuell und antworten Sie auf jede Bewertung. Das ist eine Stunde Einrichtung und zehn Minuten im Monat.
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