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Website für Handwerksbetriebe: Wie aus Suchenden Aufträge werden

Die Auftragsbücher sind voll — bis sie es nicht mehr sind. Wie ein Handwerksbetrieb online gefunden wird, bevor er es braucht.

Die meisten Handwerksbetriebe brauchen keine Website, solange die Auftragsbücher voll sind. Genau das ist das Problem: Wer erst anfängt, wenn die Auslastung fällt, wartet danach noch drei bis sechs Monate, bis Google die Seite ernst nimmt.

Eine Handwerkerwebsite ist keine Werbung. Sie ist eine Vorsorge — und ein Filter, der die falschen Anfragen abhält, bevor sie Ihre Zeit kosten.

Lokal gefunden werden ist fast alles

46 Prozent aller Google-Suchen haben lokalen Bezug. 88 Prozent der mobilen lokalen Suchen enden innerhalb von 24 Stunden mit einem Anruf oder einem Besuch. Jemand mit einem tropfenden Rohr sucht nicht nach der besten Firma — er sucht nach der nächsten, die erreichbar ist.

Das heißt: Ihr Google-Unternehmensprofil und Ihre Website sind ein Gespann. Das Profil bringt Sie in die Karte und ans Telefon. Die Website beantwortet die Frage «kann der das, was ich brauche, und was kostet das ungefähr».

Die richtige Kategorie schlägt die schöne Startseite

Im Google-Unternehmensprofil ist die präzise Hauptkategorie einer der stärksten Hebel überhaupt. «Elektroinstallateur» wirkt anders als «Handwerker». «Sanitärinstallateur» anders als «Bauunternehmen». Wer die Kategorie zu allgemein wählt, konkurriert mit allen und gewinnt gegen niemanden.

Dazu: echte Fotos vom eigenen Team und von eigenen Baustellen, aktuelle Öffnungszeiten, und Bewertungen, die beantwortet werden — auch die schlechten, besonders die schlechten.

Was auf die Seite gehört

  • Eine Seite pro Leistung. Badsanierung, Heizungstausch, Elektroinstallation — jede mit eigener Seite. Eine Sammelseite «Leistungen» rankt für nichts.
  • Ihr Einzugsgebiet, benannt. Nicht «Umkreis 50 km», sondern die Orte, in die Sie wirklich fahren.
  • Preisrahmen oder Ab-Preise. Wer nichts nennt, bekommt Anfragen von Leuten, die nur den Preis vergleichen — und verliert die, die zahlen würden.
  • Vorher-nachher-Bilder eigener Arbeit. Kein Stockmaterial. Kunden erkennen den Unterschied sofort.
  • Notdienst ja oder nein, klar gesagt. Und wenn ja, mit Erreichbarkeitszeiten.
  • Eine Telefonnummer, die auf dem Handy klickbar ist. Klingt trivial. Ist der häufigste verlorene Auftrag.

Der Fehler, den fast alle machen

Die Seite erzählt vom Betrieb: gegründet 1987, Meisterbetrieb, familiengeführt, drei Generationen. Das ist wahr und interessiert niemanden, der gerade Wasser im Keller hat.

Der erste Satz auf der Startseite sollte sagen, was Sie machen und wo. Die Firmengeschichte gehört auf die Über-uns-Seite, wo sie Vertrauen aufbaut, nachdem die eigentliche Frage beantwortet ist.

Anfragen filtern statt sammeln

Ein Handwerksbetrieb braucht keine hundert Anfragen, sondern zehn passende. Ein Formular, das nach Ort, Objektart, ungefährem Zeitraum und Budgetrahmen fragt, spart mehr Zeit, als es kostet. Wer nicht antworten will, war ohnehin kein Kunde.

Was das kostet

Baukasten: null bis rund 190 Euro im Jahr, mit klaren Grenzen bei Struktur und Ladezeit. Agentur in Deutschland: meist 80 bis 100 Euro pro Stunde. Eine Handwerkerseite mit Leistungsseiten, Ortsbezug und gepflegtem Google-Profil beginnt bei uns bei 750 Euro.

Ein einziger Badumbau deckt das in der Regel mehrfach. Die eigentliche Frage ist nicht, ob eine Website sich rechnet, sondern ob sie so gebaut ist, dass sie gefunden wird.

Pflichtangaben, die Abmahnungen auslösen

Impressum nach § 5 DDG: vollständiger Name, ladungsfähige Anschrift mit Straße und Hausnummer, E-Mail, gegebenenfalls Handelsregister- und Umsatzsteuer-ID. Dazu die Handwerkskammer und die Berufsbezeichnung mit Verleihungsstaat. Fehlerhafte Impressen gehören zu den häufigsten Abmahngründen im Netz; nach § 25 DDG drohen bis zu 50.000 Euro.

In Kürze

Bauen Sie die Seite, bevor Sie sie brauchen. Eine Seite je Leistung, echte Orte, echte Bilder, ein klickbares Telefon und ein gepflegtes Google-Profil — das ist die ganze Mechanik.

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