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WordPress

WordPress zweisprachig betreiben, ohne es zu bereuen

WPML, Polylang oder getrennte Installationen — und die hreflang-Fehler, die still die halbe Sichtbarkeit kosten.

Zweisprachige Websites sind in Deutschland normal, sobald internationale Kunden dazukommen. Sie sind auch die Stelle, an der viele sonst gute Seiten Sichtbarkeit verlieren, weil der technische Teil leicht fast richtig zu machen ist.

Drei Ansätze

  • Plugin (Polylang oder WPML). Eine Installation, ein Backend, Beiträge als Übersetzungen verknüpft. Am einfachsten zu betreiben, dafür Zusatzgewicht und eine Abhängigkeit.
  • Multisite. Ein Netzwerk, eine Seite je Sprache. Saubere Trennung, komplexeres Hosting, Inhalte müssen von Hand übertragen werden.
  • Getrennte Installationen. Vollständige Unabhängigkeit, vollständige Doppelung der Wartung. Unterhalb einer gewissen Größe selten sinnvoll.

Für die meisten Unternehmen unter ein paar hundert Seiten ist ein Plugin richtig — und Polylang ist leichter als WPML, wenn Sie dessen Übersetzungs-Workflow nicht brauchen.

Die URL-Entscheidung

Verzeichnisse verwenden: /en/. Kein Parameter, kein Cookie, keine automatische Weiterleitung nach IP. Jede Sprachfassung braucht eine eigene, crawlbare URL — und ein Bot aus einem amerikanischen Rechenzentrum muss die deutsche Seite erreichen können.

hreflang richtig setzen

  • Jede Seite listet alle Fassungen ihrer selbst auf, sich selbst eingeschlossen.
  • Die Verweise müssen wechselseitig sein. Zeigt DE auf EN, muss EN auf DE zurückzeigen — sonst wird beides ignoriert.
  • Ein x-default für Besucher, deren Sprache Sie nicht abdecken.
  • Richtige Codes: de-DE, de-AT, de-CH sind getrennt, wenn Sie sie getrennt ansprechen. Ein schlichtes de deckt alle deutschsprachigen Nutzer ab.

Der teuerste Fehler

Die Seite maschinell übersetzen und so belassen. Eine englische Seite, die sich wie eine Übersetzung liest, konvertiert schlecht — und dünne, gedoppelte Inhalte über Sprachen hinweg helfen niemandem. Übersetzen Sie die Seiten, die verkaufen; schreiben Sie den Blog in der Sprache des Publikums, das Sie wollen.

Nicht vergessen

Rechtstexte unterscheiden sich je Markt. Eine deutsche Seite braucht Impressum und DSGVO-konforme Datenschutzerklärung; die englische Fassung derselben Seite für Kanada trifft auf PIPEDA und in Québec auf das Gesetz 25. Den deutschen Text zu übersetzen ist keine Compliance.

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