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Welche Zahlarten deutsche Kunden erwarten
Ein reiner Kartencheckout ist in Nordamerika normal und kostet in Deutschland Umsatz. Was gehört dazu.
Zahlungspräferenzen sind kulturell — und sie entscheiden. Derselbe Checkout, der in Toronto gut konvertiert, kann in Hamburg deutlich schwächer laufen, aus Gründen, die nichts mit Gestaltung zu tun haben.
Deutschland
Deutsche Käufer geben Kartendaten zurückhaltend heraus und zahlen bereitwillig nach Erhalt.
- Kauf auf Rechnung. Nach wie vor sehr beliebt, besonders bei höheren Beträgen. Anbieter wie Klarna oder Ratepay übernehmen gegen Gebühr das Ausfallrisiko — meist lohnend, weil die Konversion spürbar steigt.
- PayPal. Extrem verbreitet und häufig die meistgewählte Methode überhaupt.
- SEPA-Lastschrift. Für Sie günstig, für Kunden vertraut, mit einem Rücklastschriftrisiko, das Sie einkalkulieren sollten.
- Karte. Notwendig, aber selten erste Wahl.
- Sofortüberweisung / Banküberweisung. Von einer relevanten Minderheit weiterhin genutzt.
Kanada, zum Vergleich
Kreditkarte ist Standard, Interac wird als Debitverfahren erwartet, PayPal ist bei kleineren Beträgen verbreitet, Apple Pay und Google Pay werden mobil zunehmend vorausgesetzt. Wer beide Märkte bedient, braucht zwei unterschiedliche Konfigurationen — nicht dieselbe Auswahl in zwei Sprachen.
Die technische Anforderung, die gern vergessen wird
Die starke Kundenauthentifizierung nach PSD2 verlangt bei den meisten Kartenzahlungen einen zweiten Faktor. Verarbeitet Ihr Checkout 3-D Secure nicht sauber, scheitern Zahlungen still und der Kunde hält den Shop für kaputt. Testen Sie das mit einer echten Bank, nicht nur in der Sandbox des Anbieters.
Währung
Rechnen Sie in der Währung des Kunden ab, wo es geht. Wer als deutscher Käufer CAD sieht, muss im Kopf umrechnen und sich Gedanken über den Kurs seiner Bank machen — ein spürbarer Anteil bricht deshalb ab.
Wie Sie entscheiden
Sehen Sie in Ihre Zahlen nach Land, bevor Sie Anbieter hinzufügen. Jede Methode kostet Gebühren und schafft eine Supportfläche. Nehmen Sie die zwei, die Ihr größter Markt erwartet, statt alle acht — und entfernen Sie nach sechs Monaten, was unter zwei Prozent der Bestellungen ausmacht.
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