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Markenaudit: Was dabei tatsächlich herauskommt

Unternehmen fragen nach einem neuen Logo und brauchen fast immer drei andere Dinge. Die Liste, die zurückkommt.

Ein Markenaudit wird gebucht, weil ein Urteil über das Logo erwartet wird. Das Logo ist fast nie das Problem. Das hier kommt tatsächlich heraus, ungefähr in der Häufigkeit.

1. Das Versprechen fehlt

Die Website beschreibt, was das Unternehmen tut, sagt aber nie, für wen und was sich dadurch ändert. Besucher können sich nicht selbst einordnen. Also kommen Anfragen von Leuten, denen Sie nicht helfen können, und die, denen Sie helfen könnten, schreiben nie. Ein Textproblem, das wie ein Designproblem aussieht.

2. Dieselbe Botschaft in vier Tonlagen

Die Startseite ist förmlich, LinkedIn locker, das Angebots-PDF Konzernsprache, und die Rechnungsmail wurde vor zwei Jahren in Eile getippt. Jedes für sich vertretbar; zusammen liest es sich wie drei verschiedene Firmen.

3. Der Beleg fehlt

Behauptungen ohne Nachweis. „Vertrauen führender Marken" ohne Namen. Keine Zahlen, keine genannten Kunden, kein Vorher-Nachher. Nicht überprüfbare Aussagen werden vollständig abgewertet — der Platz, den sie einnehmen, ist damit schlechter als leerer Raum.

4. Es gibt kein System

Ein Logo, eine Farbe, und alles Übrige wird jedes Mal neu entschieden. Deshalb kostet jedes neue Material eine kleine Designentscheidung, deshalb fühlt sich Produktion zäh an, und deshalb passt nichts richtig zusammen.

5. Die Technik untergräbt die Marke

Langsame Seite, kaputtes Mobilmenü, SSL-Warnung, altes Jahr im Footer, ein Kontaktformular, das still scheitert. Das ist keine Pedanterie, sondern der schnellste Weg, einen bereits überzeugten Käufer zu verlieren. Wir finden deutlich mehr defekte Kontaktformulare als schlechte Logos.

6. Der eigene Name liefert bei Google nichts

Jemand hört von Ihnen und sucht Ihren Namen. Steht auf Seite eins ein Facebook-Profil von 2019 und ein Branchenbucheintrag, versickert die Empfehlung. Den eigenen Namen in der Suche zu besetzen ist die günstigste Markenarbeit, die es gibt.

Was ein gutes Audit liefert

Kein Moodboard. Eine priorisierte Liste mit geschätzten Kosten je Punkt — ehrlich darüber, was Umsatz bewegt und was nur Ordnung schafft. Endet ein Audit mit „Sie brauchen ein Rebranding" ohne Liste, war es ein Verkaufsgespräch.

Arbeiten Sie an etwas Ähnlichem?

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