Onlineshop
Was ein Onlineshop monatlich wirklich kostet
Die Erstellung ist die kleine Zahl. Hier ist die monatliche Realität, aufgeschlüsselt.
Shop-Budgets decken die Erstellung ab und hören dort auf. Die Erstellung ist einmalig; die laufenden Kosten sind dauerhaft — und sie entscheiden, ob sich der Shop trägt.
Hosting
Ein Shop lebt nicht auf 4-Euro-Hosting. Sitzungen, Warenkörbe und Checkout sind dynamisch und lassen sich nicht vollständig cachen. Realistisch 25 bis 80 Euro im Monat für Managed WooCommerce Hosting oder einen sauber eingerichteten VPS.
Zahlungsabwicklung
Die Kostenposition, die mitwächst und regelmäßig unterschätzt wird. Kartenzahlung liegt in Europa grob bei 1,4 bis 2,9 Prozent plus Festbetrag, PayPal darüber, SEPA-Lastschrift günstiger, dafür mit Rücklastschriftrisiko. Bei 10.000 Euro Monatsumsatz sind das 150 bis 300 Euro — jeden Monat.
Plugins und Apps
Abonnements, Versandregeln, Umsatzsteuer, eine brauchbare Suche. 30 bis 150 Euro im Monat, sobald ein echter Shop das hat, was er braucht. Still ausgelaufene Jahreslizenzen sind eine häufige Ursache für ungepatchten Code.
Wartung
Updates auf Staging, Backups, Monitoring und jemand, den man anruft, wenn der Checkout hängt. 120 bis 300 Euro im Monat für einen kleinen Shop. Wer hier spart, erfährt samstags, dass seit Donnerstag keine Zahlung durchgegangen ist.
Bestellbestätigungen müssen ankommen. Wer sie vom Webserver verschickt, landet im Spam. Ein Transaktions-Dienst kostet 10 bis 30 Euro im Monat und ist nicht optional.
Buchhaltung und Steuer
Bei EU-weitem Verkauf: OSS-Meldungen und eine steuerliche Beratung, die digitalen Handel versteht. Planen Sie die Beratung ein — die Nachzahlungen bei falsch abgeführter Umsatzsteuer sind deutlich teurer.
Realistische Monatssumme
Ein kleiner deutscher Shop mit 10.000 Euro Monatsumsatz: grob 400 bis 900 Euro, bevor ein Cent in Werbung fließt. Diese Zahl gehört gegen Ihre Marge gerechnet, bevor Sie einen Shop beauftragen.
Die Position, die nie in einer Liste steht
Zeit. Produktfotos, Beschreibungen, Bestand, Retouren, Kundenmails. In einem kleinen Shop sind das regelmäßig zehn Stunden pro Woche — und der Grund, warum viele Shops ein halbes Jahr nach dem Start still nicht mehr gepflegt werden.
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