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Website für Kleinunternehmen: Was sie wirklich kostet und was sie bringt

Baukasten, WordPress oder Agentur — und was der Unterschied im Alltag tatsächlich ausmacht. Eine Entscheidungshilfe ohne Verkaufsdruck.

Die Frage ist fast nie «brauche ich eine Website». Die Frage ist, wie viel davon sich lohnt — und ab wann man Geld für etwas ausgibt, das für ein Unternehmen dieser Größe keinen Unterschied macht.

Hier ist die ehrliche Version, mit Zahlen aus dem deutschen Markt.

Die drei Wege, kurz gegenübergestellt

  • Baukasten (0 bis ca. 190 Euro im Jahr). Schnell, günstig, sofort startklar. Grenzen zeigen sich bei Ladezeit, bei individueller Struktur und beim Umzug — Sie mieten eine Wohnung, Sie besitzen sie nicht.
  • WordPress, selbst gepflegt. Kostenlos in der Software, nicht kostenlos in der Zeit. Sinnvoll, wenn jemand im Betrieb es wirklich betreuen will. Ohne Betreuung wird daraus in zwei Jahren ein Sicherheitsrisiko.
  • Agentur oder Freelancer (meist 80 bis 100 Euro pro Stunde). Sinnvoll, sobald die Website Anfragen bringen soll und nicht nur existieren.

Es gibt keine richtige Antwort für alle. Es gibt eine richtige Antwort für Ihre Situation, und die hängt davon ab, ob die Seite Umsatz bringen soll oder nur belegen, dass es Sie gibt.

Klein anfangen ist keine Schwäche

Eine der wirksamsten Strategien im Kleinunternehmen: nicht das große Projekt starten, sondern eine kleine, saubere Seite bauen und sie schrittweise erweitern. Das spart Geld und hält Sie beweglich, wenn sich das Angebot ändert — was es fast immer tut.

Fünf gute Seiten schlagen zwanzig halbfertige. Startseite, Leistung, Über uns, Kontakt, Rechtliches. Alles andere kann warten.

Was drin sein muss, damit sie Anfragen bringt

  • Ein Satz, der sagt, was Sie verkaufen und an wen. Über dem ersten Scrollen, ohne Fachjargon.
  • Ein Preisanker. Ab-Preis oder Rahmen. Wer nichts nennt, wird verglichen mit dem, der etwas nennt — und verliert.
  • Ein Weg, Sie zu erreichen, der zu Ihnen passt. Telefon, Formular, WhatsApp. Nicht alle drei halbherzig.
  • Ladezeit unter drei Sekunden auf dem Handy. Die meisten Besucher kommen mobil, viele über eine mittelmäßige Verbindung.
  • Impressum und Datenschutz, vollständig. Zwei Klicks entfernt, nicht versteckt.

Der Fehler, den fast alle machen

Die Startseite spricht über das Unternehmen statt über den Kunden. «Wir sind ein junges, dynamisches Team mit Leidenschaft für …» sagt nichts, was jemanden zum Anruf bewegt.

Drehen Sie den Satz um: Wer sind Sie, wofür, und was passiert als Nächstes. Wenn ein Fremder nach zehn Sekunden nicht sagen kann, was Sie verkaufen, ist die Seite noch nicht fertig — egal wie gut sie aussieht.

Persönlicher Ansprechpartner schlägt Funktionsliste

Bei der Anbieterwahl zählt weniger der Funktionsumfang als die Frage, ob Sie später jemanden erreichen. Ein Baukasten mit tausend Vorlagen nützt wenig, wenn im entscheidenden Moment niemand antwortet.

Klären Sie Budget und Erwartung, bevor es losgeht. Die meisten Konflikte in Website-Projekten entstehen nicht an der Technik, sondern an einem unausgesprochenen Umfang.

Rechtlich: die drei Dinge, die abgemahnt werden

Impressum nach § 5 DDG mit ladungsfähiger Anschrift — seit Mai 2024 gilt das DDG anstelle des TMG. Datenschutzerklärung nach Art. 13 und 14 DSGVO. Cookie-Banner, das Skripte vor der Einwilligung tatsächlich blockiert und bei dem Ablehnen so einfach ist wie Zustimmen.

Fehler in diesen drei Bereichen gehören zu den häufigsten Abmahngründen. Nach § 25 DDG sind Bußgelder bis 50.000 Euro möglich, und in der Praxis mahnen Wettbewerber schneller ab als Behörden.

Was wir empfehlen

Wenn die Website nur belegen soll, dass es Sie gibt: ein Baukasten reicht, und Sie sollten kein Geld für mehr ausgeben. Wenn sie Anfragen bringen soll: bauen Sie sie einmal richtig, klein, und erweitern Sie später. Bei uns beginnt Web Design bei 750 Euro, und wir sagen es Ihnen, wenn Sie das nicht brauchen.

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