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Web Design

Website-Relaunch: Wann er sich lohnt und wann er Geld verbrennt

«Die Seite ist alt» ist kein Grund. Es gibt vier, die zählen — und einen Fehler, der beim Relaunch regelmäßig Rankings kostet.

«Die Seite ist fünf Jahre alt» ist kein Grund für einen Relaunch. «Die Seite bringt keine Anfragen» auch nicht unbedingt — das kann an einem Satz liegen, nicht an der ganzen Website.

Ein Relaunch ist teuer und riskant. Hier die Gründe, die ihn tatsächlich rechtfertigen.

Die vier echten Gründe

  1. Das Geschäft hat sich geändert. Sie verkaufen etwas anderes, an andere, oder in einem anderen Markt. Dann stimmt die Struktur nicht mehr, und Struktur lässt sich nicht nachbessern.
  2. Die technische Basis ist am Ende. Ein CMS ohne Sicherheitsupdates, ein Theme, das nicht mehr gepflegt wird, oder eine Seite, die auf dem Handy grundsätzlich nicht funktioniert.
  3. Niemand kann sie pflegen. Wenn jede Textänderung eine Rechnung auslöst, wird die Seite veralten — das ist eine Frage der Zeit, nicht der Disziplin.
  4. Rechtliche Anforderungen sind nicht nachrüstbar. Selten, aber möglich — etwa wenn Barrierefreiheitsanforderungen greifen und die Grundstruktur das nicht hergibt.

Wann Überarbeiten reicht

In den meisten Fällen, in denen ein Relaunch gewünscht wird, genügt weniger:

  • Startseite neu schreiben — vor allem den ersten Satz.
  • Bilder komprimieren und moderne Formate ausliefern.
  • Eine Seite je Leistung anlegen, statt einer Sammelseite.
  • Preise ergänzen.
  • Formular verschlanken und prüfen, ob es ankommt.

Das kostet einen Bruchteil und wirkt oft mehr als eine neue Gestaltung.

Der Fehler, der beim Relaunch Rankings kostet

Die neue Seite geht live, die URLs haben sich geändert, und niemand hat Weiterleitungen eingerichtet. Jede alte Adresse, die Google kennt, endet im Nichts. Der Verlust zeigt sich nach zwei bis vier Wochen und dauert Monate.

Was vor dem Umschalten passieren muss:

  • Alle alten URLs erfassen — aus Sitemap, Search Console und Serverlogs.
  • Für jede eine direkte 301-Weiterleitung auf das inhaltliche Gegenstück. Nicht pauschal auf die Startseite.
  • Nach dem Start crawlen und jeden 404 nachziehen.
  • Neue Sitemap einreichen.
  • Prüfen, dass kein noindex aus der Testphase übrig geblieben ist — der teuerste Einzelfehler beim Livegang.

Erwartungsmanagement

Nach einem Relaunch fallen die Zahlen fast immer erst — auch wenn alles richtig gemacht wurde. Google muss die Seite neu bewerten. Zwei bis drei Monate sind normal. Wer nach zwei Wochen zurückrudert, macht es schlimmer.

Was das kostet

Bei 80 bis 100 Euro Stundensatz liegt ein sauberer Relaunch inklusive Weiterleitungskonzept deutlich über einer Neuanlage, weil die Altdaten Arbeit machen. Eine Überarbeitung der Startseite und der Leistungsseiten liegt bei einem Bruchteil.

Fragen Sie sich ehrlich, welches der vier Kriterien oben zutrifft. Wenn keines zutrifft, sparen Sie das Geld.

Arbeiten Sie an etwas Ähnlichem?

Sagen Sie uns, was Sie vorhaben — wir beantworten jede Anfrage.

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